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Verkehrssicherheit

Dieses Thema im Forum "Das auto und die EU" wurde erstellt von Ascender, 22 Juli 2016.

  1. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    Huhu,

    ein Forscherteam in Australien hat einen fiktiven Menschen erstellt, der möglichst gut gegen Autounfälle gewappnet ist.



    So lustig und skurril ich das finden mag, aber bei der Verkehrssicherheit habe ich immer den Eindruck drehen alle durch. Das hat im ersten Moment nichts mit der EU zu tun, das gibt es scheinbar ja auch in Australien.

    Hier noch ein Artikel dazu:

    http://www.spiegel.de/gesundheit/di...skampagne-erschafft-auto-alien-a-1104234.html

    Bemerkenswert finde ich den Abschlusssatz - der ziemlich tendenziös ist:

    "In Deutschland sterben jedes Jahr Tausende durch Verkehrsunfälle - im vergangen Jahr ist die Statistik sogar angestiegen - auf 3475 Verkehrstote. Dies sind 98 Todesopfer oder 2,9 Prozent mehr als 2014."

    3.475 Verkehrstote! Bei insgesamt über 3 Millionen Unfällen im Jahr! Man könnte auch sagen, dass ca. 0,1% aller Verkehrsunfälle in Deutschland einen tödlichen Verlauf nehmen (bei manchen Unfällen werden auch gleich mehr als eine Person getötet).
    In der Statistik der Verkehrstoten sind im übrigen auch Radfahrer, und Fußgänger enthalten.
    0,1 % hört sich schon nicht mehr ganz so schlimm an.
    Das statistische Risiko in Deutschland bei einem Verkehrsunfall zu sterben hat man damit allerdings noch nicht ermittelt. Dazu müsste man wissen wie viele Personenkilometer pro Jahr zurückgelegt werden - und nach wie vielen Kilometern ein tödlicher Unfall vorkommt.

    Meine Vermutung: Das Risiko ist - ohne es ausgerechnet zu haben - äußerst gering.
    Des Weiteren schlussfolgere ich daraus, dass eine Sicherheitsdiskussion absolut überflüssig und müßig ist.

    Im Haushalt sterben pro Jahr mehr als das Doppelte an Personen bei Unfällen. Trotzdem fordert dort niemand eine Helmpflicht, oder dass man Treppen verbieten soll.

    Jedoch kann man mit der Angst der Leute spielen. Ihnen beispielsweise "Sicherheits-Accessoires" verkaufen, wie etwa Warnwesten, neue (teure Qualitäts-)Reifen, usw. usf.
    Merkwürdig finde ich nur, dass die Medien - völlig egal ob aus dem linken oder rechten Spektrum stammend - diese Sicherheitshysterie aufgreifen.

    Grundsätzlich sehe ich auch eine Gefahr dabei. Versicherer und Fahrzeughersteller argumentieren etwa auch mit der Sicherheit wenn man eine automatische Notruffunktion mitordert. Sie ist für Neuwagen - glaube ich - sogar Pflicht! Es könnte ja bspw. passieren, dass man Nachts auf der Landstraße abgedrängt wird und dann im Graben landet - und niemand findet einen, und man selbst kann keinen Notruf absetzen und verstirbt qualvoll nach Stunden!
    Das ist sicher vorgekommen, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es rechtfertigt, dass die Versicherer und Hersteller zu jedem Zeitpunkt wissen wo ich bin? Die werten mein Fahrprofil aus und machen alle möglichen Dinge damit. Das kann ich alles nicht kontrollieren.

    Mir ist natürlich bewusst, dass die Opfer sich nicht (mehr) für Zahlen und Statistiken interessieren. Und mir ist auch bewusst, dass es jedes Mal ein sehr gravierender Schicksalsschlag für die Personen Drumherum ist.

    Trotzdem gibt es diese Panik in anderen Lebensbereichen nicht - wie etwa bei Krankenhäusern (Keime) oder, dass einem ja auch beim Spazierengehen ein Dachziegel auf den Kopf fallen könnte. Oder bei einer Grippeerkrankung (an der jährlich mehr Leute sterben als an Verkehrsunfällen!).

    Wie in der Umweltdiskussion auch, vermute ich, dass es etwas damit zu tun hat, weil man das Auto jeden Tag benutzt und es vor der Haustür steht. Die 70er Jahre - mit über 20.000 Verkehrstoten - sind vorbei, trotz deutlich gesteigerten Verkehrsaufkommen. Andere Gefahren werden einfach ausgeblendet.

    Wie seht ihr das?
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Juli 2016
    gp66 und Willy gefällt das.
  2. Willy

    Willy 1 - 5 - 3 - 6 - 2 - 4 und 25 - 35 -55 Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89 Rundenzeiten

    Ich habe den film jetzt nicht geschaut, grundsaetzlich hast du jedoch recht.
    Das auto wird massiv gemobbt und ich uberlege schon lange woran das liegt. Die EU ist schon ein faktor, aber letztlich nur ein rad im getriebe, da gehoert noch viel mehr dazu. Richtig ist, das in vielen laendern so eine hexenjagt betrieben wird, zum beispiel in der schweiz die ich sonst bei vielen dinge lobe.


    w

    Ps.: ich habe keine aktuellen zahlen, ich sehe ein anstieg der unfaelle als direkte folge des anstiegs der verkehrsdichte und es ist der preis den wir zahlen dafuer das wir das geld der autofahrer nicht in den strassenbau stecken. Das kostet leben, ganz klarer fall.
     
  3. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    Seit etwa 10 Jahren liegt der Wert in etwa konstant bei ca. 3.500 Verkehrstoten pro Jahr in Deutschland.
    Mal ein paar mehr, mal ein paar weniger. Ich erkläre mir das durch das Wetter. Wenn es mild ist, dann sind manche Motorradfahrer dazu geneigt öfter zu fahren. Kradfahrer sind definitiv eine Gefahrengruppe (für sich selbst), weil ein Unfall potenziell mehr Verletzungsrisiko in sich birgt. Auch werden Motorradfahrer öfter übersehen.
     
  4. Willy

    Willy 1 - 5 - 3 - 6 - 2 - 4 und 25 - 35 -55 Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89 Rundenzeiten

    Ich war noch bei 5000 toten / jahr.
    Es stimmt jedoch das es (nachdem es lange zeit immer wenige wurden) einen kleinen anstieg gab.
    Wie gesagt, verkehrsdichte ist ein unfallrisiko. Wenn die strassen ueberfuellt sind haben wir mehr unfaelle, das kannst du an einzelnen teilstrecken nachweisen, das ist auch ganz logisch. Das finde ich wichtig, weil das muesste nicht sein.

    Insgesamt ist strassenverkehr nach wie vor sehr sicher, dein vergleich mit den haushalten ist sehr richtig.
    Ich vergleiche immer mit grippetoten. Aber fast alles sit gefaehrlicher. :)

    w
     
  5. gp66

    gp66 Administrator Mitarbeiter Herrenfahrer

    Als Motorradfahrer finde ich - die automatischen Notrufsysteme sollten da eingeführt werden. Wenn Du mit dem Motorrad abfliegst (und bist alleine unterwegs gewesen) findet Dich kein Mensch. Wenn mein Motorrad und ich im Feld liegen bin ich quasi unsichtbar - egal wie viel Fahrzeuge/Personen an mir vorbei kommen. Das mit solchen Systemen auch andere Daten aufgezeichnet werden können ist klar und weckt natürlich Begehrlichkeiten. Wo das am Ende hinführt ist auch klar. Man kann also noch froh sein wenn man ein altes Fahrzeug besitzt das diese Eigenschaften noch nicht haben muss und Bestandsschutz genießt. Aber ganz zum Schluss werden sie solche Fahrzeug als böse einstufen - da ja keine Daten vorliegen kann der oder diejenige nur böse sein weil man ja etwas zu verbergen hat.

    Das wird überhaupt das Totschlagargument sein: "Wenn Du Dich an Gesetze hältst hast Du doch nichts zu befürchten - also warum bist Du dagegen?":daumenrunter:

    Gruß Gerd
     
  6. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    Ich habe mal einen Motorradfahrer geholfen, der auf der Landstraße abgeflogen ist. Das war im Sauerland - Nachts. Und er trug komplett schwarze Kleidung - sogar sein Helmvisier war schwarz. Zunächst bin ich an ihm vorbeigefahren. Sah nur einen dunklen Schatten aus den Augenwinkeln heraus. Ich fuhr 100. Sein Glück war, dass ich den Vollmond im rücken hatte. Ein kurzer Blick in den Spiegel - ist da ein Strich auf der Straße?
    Weiter unten in der Kurve dann sah ich Reifenspuren. Mit meinem Blick verfolgte ich sie und sah ein schwarzes Motorrad im Straßengraben liegen.
    Daraufhin bremste ich, schaltete das Warnblinklicht an, und setzte zurück. Da stand er plötzlich neben meinem Fenster.
    Ich habe ihm gesagt er solle doch mal seinen Helm abnehmen. Offensichtlich stand er unter Schock. Da meinte er noch: "Es sind alle vorbeigefahren." Ja, kein Wunder. :rolleyes: Selbst wenn ihn jemand gesehen hat, die haben sich doch bestimmt alle eingeschissen. "Sicher ein Mörder!" :rolleyes::rolleyes::rolleyes:
    Wenn er etwas helles getragen hätte, dann hätte man ihn ja auch sehen können. Man kann selbst schon viel als Moppedfahrer tun für seine Sicherheit. Eine Warnweste würde ich mir aber auch nicht anziehen. Es hätte ja schon ein heller Helm gereicht.

    Ich habe dann damals abgesichert, und noch einen anderen Autofahrer angehalten, damit der den Gegenverkehr absichern kann. Dem Moppedfahrer gab ich einen Schluck Wasser zu trinken. Dann bargen wir das Motorrad - der andere Mann kannte ihn. Und die beiden sind vorsichtig zu ihm nach Hause gefahren.

    So aufmerksam ist aber längst nicht jeder, da stimme ich dir zu.
     
  7. Willy

    Willy 1 - 5 - 3 - 6 - 2 - 4 und 25 - 35 -55 Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89 Rundenzeiten

    Aus aktuellen anlass,
    wie oft lesen wir das der strassenverkehr gefaehrlich sei?
    Man kontroliert uns, bestraft uns und bringt das autofahren generell in verruf.
    Trotz nur 5000 tote / jahr.
    Wie oft hoert und lest ihr ueber diese 70.000 toten? klick
    Aufklaerung und vorsroge waeren einfach zu leisten und koennten so leicht tausende schicksale verhindern (verbessern), aber nein im strassenverkehr brauchen wir staendig mehr und teuren aufwand fuer die sicherheit, sei es ESP, limits sonstwas....

    Aus politschen gruenden geld und vorsroge dort zu erzwingen wo man eh nurnoch wenig erreichen kann, statt dort anzusezten wo das potential hoch ist und er aufwand gering - ist das resultat politischer ueberzeugungen die ueber leichen gehen.

    w
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 September 2017

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